Samstag, 7. November 2020

Aktion "Laternenfenster"

 

... und weil wir hier ein (Kaschperl)Theater sind, steht/hängt/leuchtet bei uns das Schneewittchen vor dem Haus - mit allen sieben Zwergen.


Das Schneewittchen funzelt in einem ehemaligen Würstchen-Glas, während die Zwerge passenderweise in Senfgläsern sitzen. 


Ich habe die Figuren ausgedruckt und laminiert (auch wenn meine innere Greta dabei leise geweint hat). 

Die Folien habe ich in die Gläser gepackt und kleine LED-Funzeln dazugegeben (Greta ist nach wie vor traurig deswegen).


Auf diese Weise habe ich eine Serie von preiswerten und wetterfesten Laternen gebastelt.


Lasst ein Licht leuchten!



Mittwoch, 9. September 2020

Ganz schön ruhig geworden...

 ... sind der Kaschperl und seine Kollegen. Aber seitdem der Circus Coroni überall seine muffigen Zelte aufgeschlagen hat, ist es nicht mehr so einfach für die Papiertheaterbranche. 

Immerhin haben wir die Kommunionvorbereitung 2020 noch halbwegs elegant über die Bühne gebracht und dabei echte Kirchenfenster aus Papier gestaltet. (Doch, ja! - das geht.)



Bei der Gelegenheit haben die Kinder auch etwas über die Symbole erfahren, mit denen wir in der Kirche "arbeiten".








Doch davon abgesehen ist es ruhig auf der Bühne und hinterm Vorhang. Nicht mal das neunjährige Jubiläum dieses weltberühmten Blogs (28.08.) wollte irgendwer groß feiern. 

Positiv daran: ich habe viel Zeit zu überlegen, wie ich das Theater in Zukunft gestalten werde, denn je älter ich werde, desto schwerer fällt es mir, die Figuren von oben zu führen. Ich kann die Arme nicht mehr so lang ausgestreckt halten. 

Die KuhShibai-Methode wird sich vermutlich durchsetzen, weil sie zum einen komfortabler für mich ist und weil die Interaktion mit dem Publikum besser funktioniert. 

Wie gesagt... ich überlege noch. 



Kommt alle gut durch diese "doofe" Zeit, setzt die Schnauzis auf, die dem Kaschperl seine Großmutter für euch genäht hat, haltet Abstand, wascht euch die Hände und bleibt gesund.

Bis hoffentlich bald mal wieder,

                                    viele Grüße von

                                                        Betsi, der bunten Kuh

Donnerstag, 26. Dezember 2019

Schneeflöckchen, reloaded

Nachdem das mit den "weißen Weihnachten" heuer nix geworden ist, zeige ich euch heute eine kleine Ballerinaflocke aus Papier, die garantiert nicht schmilzt und sich ganz einfach nachbasteln lässt - Papierkram für alle, denen gerade ein bißchen langweilig ist.

Zeichnet zunächst eine Tänzerin (Silhouette genügt) oder verwendet eine hübsche Vorlage aus dem Netz.

Auf möglichst festem Papier ausdrucken und sorgfältig ausschneiden. Die Größe der Figuren hängt von der Fingerfertigkeit ab. Höher als 15 Zentimeter würde ich sie nicht machen, damit sie sich nicht verbiegen.


Dann kommt die Feinarbeit dran. Ich habe die regenbogenbunten Umrisslinien mit Filzstiften ein bißchen nachgemalt und etwas Glitzer aufgebracht. Aber der eigentliche Hingucker bei unseren Flocken sind die feinen, weißen Federn, die mit einem Tropfen Klebstoff direkt auf die Vorder- und Rückseite geklebt werden.


Damit alles schön trocknen kann, empfiehlt sich die bewährte Wäscheklammer-Methode (s. oben). 

Danach machen wir ein kleines Loch in die Frisur der Flöckchen und ziehen einen dünnen Faden durch. Schon kann sie mit ihren Schwestern sachte in der aufsteigenden Wärme tanzen.


Pe Ess: Wer gerade keine Federn im Bastelkram-Fundus hat, kann auch kleine Scherenschnitte aus Butterbrotpapiertüten machen oder zerfranste Tempotücher für die Ballettröckchen verwenden – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Viel Spaß beim Basteln
wünscht Betsi, die bunte Kuh  

Samstag, 5. Oktober 2019

Und wieder mal: nach der Show...


… es hat einen ganzen Tag gebraucht, bis ich mich vom Vorstellungs-Marathon am Donnerstag erholt hatte. Die Veranstaltung war erfreulicherweise ausgebucht und wenn ich das richtig mitbekommen habe, sind gruppenweise im Lauf des Tages mehr als hundert Zuschauer in meinen ganz besonderen Vorlesungen gewesen.

Selbst habe ich davon nicht viel mitbekommen, weil ich ich mich auf meine Rolle als Spielleiterin konzentieren musste – und weil ich nonstop gespielt habe. Wenn eine Gruppe den Raum verlassen hatte, habe ich einen Schluck Wasser getrunken, ein Hustenbonbon eingeworfen und sämtliche Kulissen, Requisiten und Figuren flugs wieder in ihre Ausgangspositionen gebracht.
c/o Hubert Reithmeier

Sobald alles zurück „auf Anfang“ war, hatte die nächste Gruppe bereits erwartungsvoll die Plätze eingenommen und dann ging die Show von vorn los – fünfmal hintereinander am Vormittag, fünfmal hintereinander am Nachmittag, jeweils mit einer Netto-Laberzeit von etwa 25 Minuten. Da kam einiges an Stimm-Akrobatik zusammen.  

Doch was tut man nicht alles fürs Publikum… und ich hatte den Eindruck, daß alle Zuschauer, die am Donnerstag vorbeigeschaut haben (sowohl die Kinder, als auch die begleitenden Erwachsenen) viel Spaß mit meinen Steinzeitlern hatten. Es wurde viel gelacht. 

Ein besonderer Hingucker waren die Papierversionen der Krüge und Gefäße, die in meinem Stück eine wichtige Rolle gespielt haben. Die Gruppen, die zuvor bereits in den Ausstellungsräumen des Museums gewesen waren, haben sie wiedererkannt und sich gefreut – und die Gruppen, die nach der Vorstellung ins Museum gehen sollten, waren gespannt darauf, die jungsteinzeitliche Bandkeramik und das Modell vom Langhaus mit eigenen Augen zu sehen.

Da ich wie üblich mit leerem Handy-Akku unterwegs gewesen bin, konnte ich vor der Show kein Bild machen und danach erst recht nicht.

Also habe ich die ganze Veranstaltung gestern in meiner Werkstat „nachgestellt“, um euch hier die Geschichte aus der Geschichte präsentieren zu können:

Ganz wichtig, bevor es losgeht: der Archäo-Disclaimer!













die Wühlmäuse erklären dem Kaschperl bei seinem Kurzauftritt, 
wie eine Ausgrabung abläuft - und dann schicken sie ihn wieder
heim, weil er aus den Scherben noch mehr Scherben macht...  











der Häuptling macht Feuer vor dem Langhaus - und seine Frau 
macht derweil dem Töpfer Feuer unterm Hintern, weil dessen Krüge 
und Gefäße buchstäblich potthässlich sind. Und außerdem undicht. 











die kluge Tochter des Töpfers und dessen Lehrling finden 
heraus, daß die Gefäße härter und dichter werden, wenn man 
sie nach dem Trocknen im Feuer brennt











zum guten Ende freut sich die Häuptlingsfrau über ein Sortiment 
an schön verzierten Krügen, denn sie hat in der Zwischenzeit ein 
neues, erfrischendes Getränk erfunden: das Bier... 













der Meister bewundert das Werk - im Museum
















Das war also in etwa das, was gestern zur Aufführung kam. (knicks)

Und weil es erfreulich gut funktioniert hat mit dem "extended Kamishibai" (also dem klassischen Erzähltheater, das ich mit Figuren und Requisiten aufgemöbelt habe), werde ich das demnächst bestimmt mal wieder machen. 
KuhShibai ;)

Sonntag, 29. September 2019

Neulich, in der Steinzeit...


Ja, genau: DIE Maus...
sie kommt aber in meinem
Theaterstück gar nicht vor. 
Aus Gründen. ;)
Erinnert ihr euch an den vom WDR ausgerufenen "Maus-Tag" im letzten Oktober? 

Mittlerweile ist fast wieder ein ein Jahr vorbei und der nächste Türöffner-Tag steht buchstäblich vor der Tür (… wasn Brüller!)

Auch in diesem Jahr habe ich die Ehre und das Vergnügen, einen Teil des Programms zu gestalten. Irgendwo hier im Blog hatte ich schon einmal die ersten Entwürfe vom Töpfer Baaz und seiner Steinzeit-Sippe gepostet.

Die Figuren aus dem neolithischen Langhaus verlassen bereits nach und nach meinen Computer und werden Teil des lehrreichen und pädagogisch höchst wertvollen Theaterstücks, das ich am 03.10.19 präsentieren werde.

Wegen der Renovierung des Depots im Landratsamt Freising befindet sich das Museum des Archäologischen Vereins derzeit in den Räumen vom Alten Rathaus in Mauern.


Neben einer Führung durch die Ausstellung erwartet euch am dort jungsteinzeitliches Handwerk, die Römergruppe (inkl. ein paar schwer bewaffneter und ebenfalls in diesem Blog schon mal erwähnter Legionäre) – und ein gewisses Papiertheater.

Stellprobe mit Kaschperl -
ich werde nicht mit der großen Bühne auftreten,
sondern auf das Kamishibai ausweichen, das ist 
für diesen Anlass die bessere Spielform

Dortselbst werden wir ergründen, wie die Menschen in der Jungsteinzeit gelebt haben und nebenbei erfahren wir, wie der Maßkrug erfunden wurde…


Mehr wird noch nicht verraten, aber ein paar Bilder kann ich euch schon mal zeigen.

Scherben bringen Glück!



Donnerstag, 15. August 2019

Ei, Ei, Ei...

Nicht nur an Ostern gibt's Eier - in meinem Verwandten- und Freundeskreis gehen immer mehr Leute unter die Hobbyfarmer und betreiben in ihren Gärten kleine Produktionsgenossenschaften mit drei bis zehn gefiederten, gackernden Mitarbeiterinnen.

Für die Erzeugnisse braucht man natürlich entsprechende Verpackungen und seitdem ich für meine Schwester aus einer alten Zeichnung von einem Huhn die erste Banderole entworfen habe, darf ich immer wieder mal ran, wenn es darum geht, Eierschachteln individuell zu verschönern.


eine Collage ausgewählter Motive für 6er und 10er Schachteln

Die neueste Kreation widme ich meinem Schwiegervater:



Bei der Gelegenheit möchte ich erwähnen, daß ich so etwas auch gern für euch machen kann, wenn ihr jemandem eine Freude machen wollt, der ebenfalls Eier im eigenen Garten "herstellt"... 

Schickt einfach eine Mail an BetsiBunteKuh @ web.de, Stichwort "Eierschachtel". 

Freitag, 28. Juni 2019

Neulich, im Mauseum...

Um einen Vortrag über Archäologie etwas kindgerechter zu gestalten, habe ich heute für die Freisinger eine Reihe von Wühlmaus-Motiven entworfen, die die Präsentation auflockern sollen.

Wenn ich mit dem Ausbuddeln fertig bin, zeig ich sie euch hier mal.

Gut, okay - das ist zwar nicht direkt ein Theaterstück, aber da das Mäuslein aus meinem Ensemble stammt, gehört es eher hierher als in den Avatarama-Blog nebenan. 

Außerdem kann ich aus den Zeichnungen jederzeit entsprechende Papierfiguren machen... 

So, das hätten wir: 



Bevor eine Expedition startet, werden zuerst Karten studiert und Bücher gewälzt. In unserem Fall übernimmt das der weltberühmte Professor Grabmaier - der weiß, wo sich eine Ausgrabung lohnen könnte. Dann wird das Grabungsgebiet zunächst vermessen, abgesteckt und das Gelände gründlich abgesucht...


 … erst danach geht's an die Buddelei (links im Bild: Wühlhelmine, die Emsige). Zahlreiche, unvermeidbare Misserfolge sollten einer echten Wühlmaus nicht den Spaß an der Freude verderben, denn irgendwann kommen ein paar Scherben ans Licht! Ab jetzt wird gaaanz behutsam weitergegraben; mit einem Pinsel.


Am Fundort muß natürlich alles genau dokumentiert werden, bevor die Scherben vorsichtig gereinigt werden. Zum Schluß wird das Puzzle Stück für Stück wieder zusammengesetzt. Später kann man das restaurierte Gefäß im Museum bestaunen. 

… jaaa-ha: Scherben bringen Glück! ;)

Montag, 8. April 2019

How to become a princess...


… in a comfortable and easy way. 

Mit freundlicher Genehmigung meiner Nichte kann ich euch heute die Entstehung meiner bisher schönsten Papierprinzessin zeigen. 

Ich habe ein Foto bekommen, das ich zunächst „ausgeschnitten“ und freigestellt habe. Dann habe ich das Köpfchen auf einen Figurenkörper montiert, der ein prachtvolles Gewand trägt. (Die Lieblingsfarbe dieser Prinzessin ist Rot, darum gab es roten Goldbrokat).

Zum Schluß noch ein Krönchen drauf, doppelseitig ausgedruckt und an eine schmale Leiste montiert – fertig ist das Prinzesschen für ein neues Theaterstück.

Auf diese Weise kann das Geburtstagskind „persönlich“ mitspielen und da ich diese individuelle Figur im Ensemble  für kein anderes Stück verwenden kann, bekommt es sein Alter Ego aus Papier nach der Vorstellung zum Andenken überreicht. 

Das Publikum beim Kindergeburtstag war jedenfalls angemessen begeistert - und mittendrin saß eine sehr vergnügte Prinzessin.