Samstag, 26. Juni 2021

Draußen vorm Tor

Im ganzen Dorf haben Garagen- und Hof-Flohmärkte stattgefunden, aber ich hab das irgendwie nicht mitbekommen.

Nächstes Mal bin ich dabei und mach dann Reklame mit einer Freiluft-Dauervorstellung auf der Einfahrt.


Bis dahin dürfte dann auch die neue Art des Theaters fertig sein, die sich beim Maus-Tag 2019 in Freising schon sehr gut angelassen hat. 




Sonntag, 23. Mai 2021

Das Kirchenfenster aus Papier (Teil 3)

Nachdem meine gute Stube eine Weile ausgesehen hat wie die Werkstatt vom Schreinermeister Eder und nachdem ich froh und dankbar für den vielen Platz war, den ich für das Arrangieren der 65 (!) einzelnen Bilder gebraucht habe, war es am Samstag endlich so weit. Die neuen Fenster leuchten jetzt in den beiden Kirchen unseres  Pfarrverbands.


Ich habe den Aufwand bei der Montage zum Ende hin ein winzigkleines bißchen unterschätzt, aber er hat sich gelohnt - genau wie jeder einzelne Zentimeter Klebeband, den ich verwendet habe. 


... und weil nach der Show immer vor der Show ist, plane ich bereits die ersten Verbesserungen für die Saison 2022. Das geht noch ein bißchen besser und nächstes Jahr sind die Kunststunden dann hoffentlich alle wieder LIVE.

Darauf ein Halleluja! 

Sonntag, 2. Mai 2021

Das Kirchenfenster aus Papier (Teil 2)

 ... weiter gehts mit der Konstruktion: zuerst werden jeweils drei Passepartouts als Fensterrahmen in einer Reihe zusammengeklebt. 

Zum Glück hab ich genug Wäscheklammern im Haus.

Für den spitzen Giebel habe ich jeweils drei Motive im Set entworfen (links, oben, rechts), die ich ausgedruckt und laminiert habe. 


Meine innere Greta ist nicht so ganz glücklich damit, aber dafür kann ich diese Scheiben öfter verwenden. Wenn alles klappt, wird das ein Langzeit-Projekt für die nächsten Jahre und 2022 können wir hoffentlich wieder mit durchscheinendem Transparentpapier arbeiten, das noch schöner leuchtet.  



Diese Bilder klebe ich hinter die Papierverkleidungen, die später den fertig montierten Fensterrahmen bedecken werden. 


Schließlich brauchen wir für alle Kunstwerke der Kommunionkinder unseres Pfarrverbands in diesem Jahr fünf mannshohen Fenster. 

Die Rahmen selbst kann ich erst montieren, wenn das Wetter wieder besser ist - dafür brauche ich den großen Tisch auf der Terrasse. 





Freitag, 30. April 2021

Das Kirchenfenster aus Papier (Teil 1)

 Da hab ich mich also tatsächlich zu früh gefreut: die "Kunstwoche" der Kommunionvorbereitung wurde abgesagt. Aber deswegen haben wir trotzdem einen Weg gefunden, den Kindern zum einen die Bedeutung von ein paar christlichen Symbolen zu vermitteln und sie zum anderen zu einer ganz besonderen Ausstellung anzuregen.

Wir machen große Kirchenfenster... aus Papier. 

Es hat eine Weile gedauert, bis ich den Bogen raus hatte, aber der Prototyp kann sich sehen lassen. Und weil ich durch den Bau meiner Bühnen viel Erfahrung im Bereich der simplen, aber bewährten "Holz- und Klebeband"-Bauweise sammeln konnte, ist auch dieser Rahmen nichts anderes als ein paar zusammengeklebte Leisten aus Kiefernholz.

Die Vorteile sind die gleichen wie bei meinem Papiertheater: es ist schnell aufgebaut, lässt sich gut verstauen und transportieren, kostet nicht die Welt und ich kann diese Fenster ein paar Jahre lang immer wieder einsetzen. 

Die Motive auf den "Fensterscheiben" werden sich ändern, denn jedes Jahr werden sie von anderen, jungen Künstlern gestaltet. 

Aber das könnte eine schöne Tradition werden.

Nächste Woche hat das Schaufenster Premiere, das ich gestaltet habe, um den Kindern zu zeigen, um was es bei der Sache geht.

Zur Ansicht habe ich ein paar der Motive überarbeitet, die ich in den letzten Jahren für die Arbeit mit den Kommuniongruppen gezeichnet habe. 

Den lehrreichen und pädagogisch höchst wertvollen Vortrag dazu bekommen die Kinder per Mail, samt ein paar Anregungen für eigene Motive und bewährten Hintergründen für diejenigen, die immer klagen "mir fällt aber gar nix ein"... 

Ich bin schon gespannt, wie die fertigen Fenster aussehen, wenn sie an Pfingsten aufgestellt werden.

Samstag, 3. April 2021

Es wird Zeit ...

 Während einerseits die Überlegungen dahin gehen, daß ich mich von den Stabfiguren verabschiede (meine Schultern machen die Führung "von oben" nicht mehr mit und das Führen "von der Seite" liegt mir nicht) und mein Papiertheater weiter in Richtung KuhShibai entwickle, wird es andererseits höchste Zeit für das nächste Projekt in der Halleluja-Abteilung.

Anfang Mai soll/darf/werde (?) ich im Pfarrsaal wieder einen Kunstnachmittag präsentieren, bei dem die Kommunionkinder zum einen die Bedeutung von ein paar christlichen Symbolen erläutert bekommen und bei dem sie zum anderen selbst ein Kunstwerk für die Kirche machen werden.


Es hat eine Weile gedauert, bis ich draufgekommen bin, daß so ein "Kirchenfenster" auch funktioniert, wenn es keinen gotischen Spitzbogen hat, sondern einen wesentlich einfacher zu produzierenden Giebel aus geraden Linien bekommt.

Aber jetzt weiß ich endlich, wo und wie diese Geschichte weitergeht. Hoffentlich macht mir der Circus Coroni keinen Strich durch die Rechnung, denn dieser spezielle Papierkram liegt mir besonders am Herzen und ich freue mich schon jetzt ganz vorsichtig auf diese ganz besondere Show. 

Montag, 21. Dezember 2020

... und trotz allem: frohe Weihnachten!

Dieses 2020 war kein besonders tolles Jahr, darüber sind wir uns vermutlich einig. Auch das Weihnachtsfest wird heuer nicht so ablaufen, wie wir es gewohnt sind. 

Trotzdem wünsche ich allen, die sich in diesen Blog verirren, so-schön-wie-mögliche Feiertage und ein besseres, Neues Jahr!

Und wo ich schon mal da bin, kann ich auch ein bißchen neuen Papierkram hier lassen. Ich habe mir nämlich in diesem Jahr selbst eine Freude gemacht und mir eine neue Krippe geschenkt - mit Figuren aus dem Erzgebirge.


Diese schlichten Figuren von Björn Köhler haben mich inspiriert und ich habe sie zunächst als Vorlage für meine diesjährigen Weihnachtskarten - mal wieder eine PopUp-Krippe - verwendet. 


Dieses Motiv hat mir wiederum so gut gefallen, daß ich damit noch ein bißchen weitergebastelt habe. 

Zunächst mit dem Engel, aus dem ich eine Vorlage für eine "Fensterkrippe" gemacht habe.

Dann ging es ans Schnippeln (und weil ich ein eher fauler Basteltyp bin, habe ich das farbige Transparentpapier, mit dem ich die Silhouette hinterlegt habe, gleich mit ausgedruckt)...


Das funktioniert im Prinzip mit jedem Motiv; wichtig ist dabei nur, die Umrisslinien der Figuren so breit wie möglich zu machen, damit das Fensterbild stabil wird.

Ich denke, das ist mir ganz gut gelungen und vielleicht lege ich mir im neuen Jahr doch mal einen Schneidplotter für derartigen Papierkram zu...

Wenn also noch jemand auf der Suche nach einer Last-Minute-Bastelei für Weihnachten ist: das wär mal so ein kleines Ideechen dafür. 

Samstag, 7. November 2020

Aktion "Laternenfenster"

 

... und weil wir hier ein (Kaschperl)Theater sind, steht/hängt/leuchtet bei uns das Schneewittchen vor dem Haus - mit allen sieben Zwergen.


Das Schneewittchen funzelt in einem ehemaligen Würstchen-Glas, während die Zwerge passenderweise in Senfgläsern sitzen. 


Ich habe die Figuren ausgedruckt und laminiert (auch wenn meine innere Greta dabei leise geweint hat). 

Die Folien habe ich in die Gläser gepackt und kleine LED-Funzeln dazugegeben (Greta ist nach wie vor traurig deswegen).


Auf diese Weise habe ich eine Serie von preiswerten und wetterfesten Laternen gebastelt.


Lasst ein Licht leuchten!



Mittwoch, 9. September 2020

Ganz schön ruhig geworden...

 ... sind der Kaschperl und seine Kollegen. Aber seitdem der Circus Coroni überall seine muffigen Zelte aufgeschlagen hat, ist es nicht mehr so einfach für die Papiertheaterbranche. 

Immerhin haben wir die Kommunionvorbereitung 2020 noch halbwegs elegant über die Bühne gebracht und dabei echte Kirchenfenster aus Papier gestaltet. (Doch, ja! - das geht.)



Bei der Gelegenheit haben die Kinder auch etwas über die Symbole erfahren, mit denen wir in der Kirche "arbeiten".








Doch davon abgesehen ist es ruhig auf der Bühne und hinterm Vorhang. Nicht mal das neunjährige Jubiläum dieses weltberühmten Blogs (28.08.) wollte irgendwer groß feiern. 

Positiv daran: ich habe viel Zeit zu überlegen, wie ich das Theater in Zukunft gestalten werde, denn je älter ich werde, desto schwerer fällt es mir, die Figuren von oben zu führen. Ich kann die Arme nicht mehr so lang ausgestreckt halten. 

Die KuhShibai-Methode wird sich vermutlich durchsetzen, weil sie zum einen komfortabler für mich ist und weil die Interaktion mit dem Publikum besser funktioniert. 

Wie gesagt... ich überlege noch. 



Kommt alle gut durch diese "doofe" Zeit, setzt die Schnauzis auf, die dem Kaschperl seine Großmutter für euch genäht hat, haltet Abstand, wascht euch die Hände und bleibt gesund.

Bis hoffentlich bald mal wieder,

                                    viele Grüße von

                                                        Betsi, der bunten Kuh